Antwort:
Obwohl es jeder Tierfreund besser wissen sollte: noch immer wird eine große Anzahl von Heimtieren spontan erworben. Nur der Anblick, eine interessante Verhaltensweise oder gar Sensationsgier verleiten dazu, ohne große Überlegung und ohne Vorkenntnisse ein Tier besitzen zu wollen. Für terrarientiere hat ein solches Verhalten oft fatale Folgen. der Käufer bedenkt in solchen Fällen nicht die Konsequenzen, die der erwerb nsch sich zieht. als wechselsame Tiere brauchen schlangen ein beheiztes, beleuchtetes und entsprechend großes Terrarium. Sie stellen spezielle Anforderungen an die Ernährung. Sie wachsen meist sehr schnell und können zwei oder gar drei Jahrzehnte alt werden. Viele auch ungiftige Schlangen können recht unangehehm beissen. Und was sagen Familienangehörige und Nachbarn zu dem neuen Pflegling?
Das alles bestärkt die Forderung, dass sich der potenzielle Schlangenpfleger vor dem Erwerb eines Tieres aufmerksam über dessen Haltungs- und Pflegebedingungen informieren muss. Das trifft natürlich auch zu, wenn er terraristische Erfahrungen besitzt, nun aber ein Exemplar einer anderen Art erwerben will. Die Möglichkeiten, Details über die neue Schlange zu erfahren, sind vielseitig. Die Informationen, die der Neuling beim Kauf einer Schlange im Zoogeschäft erhält, lassen sehr zu wünschen übrig. Oft erwirbt er ein Tier mit einem deutschen Fantasienamen. Die Art- oder gar Unterartzugehörigkeit sind nicht bekannt. Und selbst kundige Reptilienfachverkäufer können in einem einzigen Verkaufsgespräch den Terrarianer nicht umfassend informieren.
Dasselbe trifft auch beim Kauf einer Schlange direkt beim Züchter zu. Außerdem hat nicht jeder die Gelegenheit, sich vorher regelmäßig mit erfahrenen Schlangenpflegern auszutauschen und von deren Erfahrungen zu lernen.
Die einfachste Informationsquelle ist nach wie vor das geschriebene Wort, von dem man sich in Ruhe und bequem von zu Hause informiren lassen kann. Und das ist in erster Linie gute terraristische Literatur.