Samstag, 19. Mai 2012, 01:31 UTC+2

Du bist nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren
Hundefutter  online Tiershop  Verpackungen
    

Sandy883

Junior

Beiträge: 26

Wohnort: Worms

Beruf: Verwaltungsfachangestellte

1

Dienstag, 28. August 2007, 13:15

Flegelphase

Hallo liebe Hundefreunde,

mein kleiner Mischlingsrüde (7 Monate) befindet sich gerade mitten in der Flegelphase.
Er hört nicht mehr auf meine "Befehle", macht was er will und ab und zu kennt er noch nicht mal mehr seinen Namen :(

Gestern is er mir sogar 2x abgehauen (aus dem Garten). Nach mehrmaligen Rufen kam er dann langsam zurück. Als ich ihn dann geschimpft hab un ihn auf sein Platz geschickt hab, machte er noch nicht mal den Eindruck als habe er Verstanden was ich von ihm will.

Er bellt wie verrückt andere Hunde an, und lässt sich kaum im Zaum halten.

Wie lange dauert so eine Phase im allgemeinen? Kann sein Verhalten überhaupt mit der Pubertät zusammenhängen? Oder hab ich vielleicht in der Erziehung was falsch gemacht?
Wir gehen jetzt ab 03.09. in eine neue Hundeschule. Er war jetzt ca. 8 Wochen in garkeiner. Liegt es vielleicht daran?

Liebe Grüsse Sandy und Lenny
  • Zum Seitenanfang

Beiträge: 61

Wohnort: Regensburg

Beruf: Leiter Software-Abteilung

2

Dienstag, 28. August 2007, 18:04

RE: Flegelphase!!!!!!!

hallo sandy,

ein junger hund neigt grundsätzlich dazu seine möglichkeiten
auszuloten.

es liegt in der natur fast aller lebewesen, solch eine „pubertäre phase“
zu durchlaufen.

gefragt ist hier natürlich der mensch, der dem tier zu zeigen hat (freundlich aber konsequent)
wo die grenzen zu ziehen sind.

leider ist zu konstatieren, dass du bereits einen fehler in sachen
hundeerziehung begangen hast.

du schreibst, dass dein hund beim zurückkommen von dir getadelt wurde.

du darfst hier nicht den fehler begehen und den verstand eines erwachsenen menschen,
- der sehr wohl begreift was der strafe ursprung war - mit dem eines kleinen hundes gleich zu setzten.

hunde ganz allgemein, verbinden positive wie negative reaktionen, lediglich mit ihrem
verhalten der letzten paar sekunden.
dein hund ist nicht in der lage zu verstehen, dass die bestrafung für etwas steht, dass er
vor längerer zeit getan hat.
für ihn hängt die bestrafung direkt mit seinem (eigentlich eher zu belobigenden) zurück
kommen zusammen.

rein menschlich gesehen (und ich spreche hier aus eigener erfahrung) ist es nicht immer
ganz einfach seinen hund fürs zurückkommen zu loben, wenn man doch eigentlich
noch über seine vorangegangenen, schlechten taten, wie beispielsweise das jagen von kleintieren, entsetzt ist.

trotzdem ist es wichtig + richtig, positives verhalten des hundes auch positiv zu belohnen.

wenn dein hund erst mal zu der einsicht gelangen musste, dass das zurückkehren zu frauchen
oder herrchen mit schimpf und schelte verbunden ist, wird er diesen gewünschten schritt
noch zögerlicher machen.

lg stefan
Willst du den Charakter eines Menschen erkennen,
so gib ihm Macht.

(Abraham Lincoln, 16. Präsident der USA)
  • Zum Seitenanfang

Sandy883

Junior

Beiträge: 26

Wohnort: Worms

Beruf: Verwaltungsfachangestellte

3

Dienstag, 28. August 2007, 18:49

Hallo Stefan,

das dachte ich mir im Nachhinhein auch. Es ist mein erster Hund und ich möchte auch nichts falsch machen.

Du hast recht; ich hätte ihn loben müssen als er wieder kam.

Leider ist die Theorie immer einfacher als die Praxis. Ich war sehr sauer auf Lenny deswegen hab ich ihn auch getadelt.

Ich hoffe nur das er sich das nicht zu sehr eingeprägt hat.

Vielen Dank für deine Antwort.

LG Sandy und Lenny
  • Zum Seitenanfang

Beiträge: 61

Wohnort: Regensburg

Beruf: Leiter Software-Abteilung

4

Mittwoch, 29. August 2007, 17:02

hallo sandy,

nein, nein, das einmalige tadeln deines hundes wird sich
sicherlich nicht dauerhaft in sein gedächtnis eingebrannt und
somit auch keinen bleibenden schaden hinterlassen haben.

wer allerdings regelmäßig seinen hund, nach dessen zurückkommen,
mit wilden drohungen (oder gar züchtigungen) empfängt,
wird damit nicht den gewünschten erfolg, sondern eher gegenteiliges
erreichen.

ganz klipp und klar bleibt festzustellen, dass es oft großer selbstbeherrschung bedarf
um sich die nötige gelassenheit aufzuerlegen und
den hund, der eben noch dinge tat die einem die zornesröte ins gesicht trieben,
trotz all dem mit freundlichen und aufmunternden worten zu empfangen.

doch je mehr man hier an sich selbst arbeitet und je stärker das vertrauen
des vierbeiners wird, dass, was auch immer geschah, von herrchen und
frauchen nur gutes zu erwarten ist, desto leichter wird es sein,
ihn im rechten augenblick, durch zuvor geübte kommandos zur
rückkehr zu bewegen.

dass einem in manch schwacher stunde auch mal der sprichwörtliche
"KRAGEN" platz ist nur menschlich und nie ganz auszuschließen. :evil:

grundsatz und ewiges leitmotiv bei der hundeerziehung sollte
aber dennoch ein freundlicher und liebevoller umgang mit dem tier sein. :P

lg stefan
Willst du den Charakter eines Menschen erkennen,
so gib ihm Macht.

(Abraham Lincoln, 16. Präsident der USA)
  • Zum Seitenanfang

Hunde | Haustiere-Lexikon.com