Samstag, 31. Juli 2010, 03:01 UTC+2

Du bist nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren
Verpackungen
    

Beiträge: 1

Wohnort: Dortmund

1

Sonntag, 19. August 2007, 14:15

Schilddrüsen Probleme beim älteren Hund!

Hallo zusammen, ich habe eine 11-jährige Schäferhundmischlingshündin, die für ihre 11 Jahre auch noch sehr fit ist. Trotzdem hab ich beim TA jetzt einmal einen Alters-Check machen lassen. Ihre Blutwerte waren alle in Ordnung bis auf den Schilddrüsenwert, der lag noch grade knapp innerhalb der unteren Grenze. Der TA verordnete daraufhin Schilddrüsentabl., Forthyron, 600 mg am Tag. Jetzt finde ich aber, daß mein Hund sehr hechelt, oft auch wacht sie auf wenn sie schläft, hechelt dann 5 Min. und schläft weiter. Ich teilte das dem TA mit, die Dosis wurde jetzt auf 400 reduziert. Nun meine Frage : Kennt jemand das Problem, oder hat vielleicht ähnliches erlebt??? Ich freu mich über jeden Tipp oder Mitteilung!!! Danke und viele Grüße, Britta&Luna
  • Zum Seitenanfang

Beiträge: 43

2

Montag, 20. August 2007, 17:23

RE: Schilddrüsen Probleme beim älteren Hund!

Hallo Luna,

bei älteren Tieren ist leichte Unterfunktion normal.

Die Medikament muss langsam Stück für Stück gesteigert werden wie beim Mensch. Dabei muss jede Woche Blut abgenommen werden um eine zu hohe Hormondosis rechtzeitig zu erkennen damit das Tier nicht dadurch krank wird.

Wenn man plötzlich die volle Dosis gibt und nicht vorsichtig jeden Tag über mehrere Wochen steigert dann kommt es zu einer Überfunktion.

Es sind dann zuviele Hormone im Blut die dann zu höheren Stoffwechsel führen.

Das zeigt sich in Herzrasen, schneller Atmung, erhöhten Temperatur, viel Hunger und abmagern sowie schlechtes Schlafen.

Das war sehr unverantwortlich von dem Arzt dir nicht zu erklären was passiert oder was das Arzneimittel macht.

Mit Pech bei manchen Menschen und Tieren kann das zu Herzanfall und Tod führen weil der Körper nicht mit der Belastung durch gesteigerten Stoffwechsel zurecht kommt.

Da dein Tier schon Überfunktionssymptome zeigt müsste eigentlich verantwortlungsvoller Tierarzt sofort Medikament absetzen da sonst immer mehr Hormone mit der Arznei in den Körper kommen und sich anhäufen.

Setz die Medizin sofort ab und geh zu einem anderen Tierarzt falls es durch den erhöhten Stoffwechsel noch zu Problemen kommt.

Es kann Wochen dauern bis sich die Überfunktion wieder langsam legt...und dann sollte ganz langsam in geringer Dosis wieder angefangen werden das Medikament zu geben.

Edit: Ich habe gerade noch gesehen das der Arzt 600 mg gibt...doch nicht pro Tag????

Normalerweise man gibt bei unterem Normalbereich nur 50...diese Menge die du geben sollst wäre als Dosis pro Woche vielleicht gut...aber pro Tag das wird nur nach Operationen gegeben wenn sie nicht mehr funktioniert oder wenn durch die Krankheit die Drüse nicht mehr funktioniert.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cici-chan« (20. August 2007, 17:27)

  • Zum Seitenanfang

apr

Junior

Beiträge: 46

Wohnort: NRW

Beruf: Journalistin

3

Dienstag, 21. August 2007, 00:33

Hallo Britta,

die Anfangsdosis sollte zweimal am Tag verabreicht werden und liegt als Empfehlungswert bei 10 - 20 ug/KG Körpergewicht.
So beginnt man eine Therapie mit dem dem T4 ähnlichen Levothyroxin eigentlich.

Das die Dosis um einiges höher ist als beim Menschen liegt am Stoffwechsel des Hundes. Beispiel meine Westiehündin bekommt 300 ug Euthyrox (ich hingegen 75), der Dalmi meiner Freundin bekommt sogar 500 ug Euthyrox.

Das ist erstmal nicht besonderes, aber wie die Vorschreiberin schon sagte, DEIN ARZT HÄTTE DICH aufklären müssen, dass man die Behandlung mit Schilddrüsenhormonen langsam aufbaut.

Ich persönlich würde den Tierarzt wechseln und mich bei einem neuen komplett neu einstellen lassen, ggfs. mit erneuter Blutentnahme VOR Medikamentenbeginn udn 4 - 6 Stunden nach der ersten Einnahme. Und dann Kontrolluntersuchungen.

VLG
apr

Schilddrüsenunterfunktion erreicht bei 11 bis 12 jährigen Hunden ein Häufigskeitsmaximum.
  • Zum Seitenanfang

Tozzi

Junior

Beiträge: 2

4

Samstag, 15. September 2007, 18:58

RE: Schilddrüsen Probleme beim älteren Hund!

Hallo Britta,
gibt es mittlerweile etwas Neues ? Warst Du mit Luna bei einem anderen Tierarzrt ? Ich habe auch eine Schäferhündin die etwas mit der Schilddrüse hat und ich komme irgendwie nicht weiter.
LG Tozzi
  • Zum Seitenanfang

apr

Junior

Beiträge: 46

Wohnort: NRW

Beruf: Journalistin

5

Sonntag, 16. September 2007, 13:40

Hallo Tozzi,

inwieweit kommst Du nicht weiter?

VLG
apr
  • Zum Seitenanfang

Tozzi

Junior

Beiträge: 2

6

Montag, 17. September 2007, 07:52

Hallo,
bei meiner Hündin wurde aufgrund Fressattacken und vermehrtem Durst Blut abgenommen und untersucht. Dabei sind ziemlich erhöhte Leberwerte und eben eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt worden. Die T4 Werte lagen bei 1,3 und die TSH Werte bei 1,43. Nach der 2. Untersuchung lag der T4 Wert bei 0,9 und der TSH Wert bei 1,07. Daraufhin bekam sie 2 x 2 1/2 Tabletten Euthyrox 200 µg (morgen sund abends). Nach ca. 1 Woche ging es ihr auch schon etwas besser aber jetzt nach ca. 2 Wochen fangen die Symptome wieder an : hecheln, kurzatmig und schlapp. Vor allem das kurzatmige macht mir sorgen, denn sie soll angeblich auch ein schwaches Herz haben. Jetzt habe ich die Befürchtung das die Dosis evtl zu hoch war und sie jetzt in eine Überfunktion gerutscht ist. Kennt sich jemand damit aus ? Ich bin für jede Antwort dankbar ! LG Tozzi
  • Zum Seitenanfang

apr

Junior

Beiträge: 46

Wohnort: NRW

Beruf: Journalistin

7

Dienstag, 18. September 2007, 14:27

Hallo,

das "Einstellen" auf die richtige Dosis kann schon etwas dauern.
Das ist beim Menschen teilweise schon nicht einfach, beim Hund um ein Vielfaches schwerer, weil sie leichtere Veränderungen ja nicht melden können.

Ich würde Deinem Tierarzt darüber auf jeden Fall berichten, er hat die gesamte Gesundheitsakte Deines Hundes und kann Symptome zuordnen.

Es gibt Fälle in denen eine kurzzeitige Überfunktion erwünscht ist, aber ob das in Eurem Fall so ist, kann man nicht beurteilen.

Hecheln, Kurzatmigkeit und ggfs. Herzschwäche (würde ich per UIltraschall mal abklären lassen) sollten dem Tierarzt angezeigt werden.

Was fütterst Du? Solltest Du selbstkochen und Jodsalz hinzugeben, wäre das in der Einstellungszeit zu vermeiden.

VLG
apr
  • Zum Seitenanfang

Beiträge: 43

8

Sonntag, 23. September 2007, 12:54

Hallo,



zu dem Jodzusatz in der Tiernahrung bzw beim selberkochen mit dem Jodsalz -zuviel Jod kann auch die Ursache dafür sein das die Schilddrüse eine Unterfunktion aufweist.



Zuviel Jod dämpft nämlich die Schilddrüse, gewissermassen ein Schutzmechanismus damit es durch das viele Jod nicht zu einer wensetlich gefährlicheren Überfunktion kommt.



Tierische Produkte (Fleisch, Milch, Eier) enthalten oft schon sehr hohe Konzentrationen an Jod...denn die Nahrung der Nutztiere wird schon mit Jod angereichtert.

Bodentechnisch mag Deutschland nicht viel Jod enthalten aber durch den massiven künstlichen Zusatz enthalten die Lebensmittel auch ohne Seefisch genug Jod. Oft sind Brot, Käse und Fleischwaren dann noch mit Jodsalz zubereitet und zuhause wird dann noch Jodsalz auf die Käsestulle gestreut..dann noch eine Vitamintablette mit Jod....



Viele Unterfunktionen beim Mensch basieren auf eine Jodempfindlichkeit da der Körper sich eigentlich in der Evolution auf wenig Jod eingestellt hat und jetzt durch diese erhöhte Menge die Schilddrüse ihre Arbeit vermindert.

Leider wird dann oft einfach mit Tabletten behandelt die dann neben den Hormonen auch noch Jod enthalten-das man zuhause dann kein Jodsalz bzw Vitamintabletten mit Jod mehr zu sich nehmen darf sagt einem kein Arzt.

Nicht zu vergessen das es etliche Medikamente gibt die die Schilddrüse hemmen...

Da in der Tiernahrung oft dann tierische Drüsen als tierisches Nebenprodukt enthalten sind statt Fleisch bekommt das Tier durch die minderwertige Nahrung schon ne kräftige Menge an Schadstoffen und Hormonen ab-auch Schilddrüsenhormone so das der eigene Körper dann ebenfalls die Produktion herunterschraubt.



Erwischt man jetzt mal ne Dosencharge wo weniger Fremdhormone drin sind oder steigt auf bessere nahrung um die keinen hormonbelasteten Abfall enthält fehlen die dem Tier natürlich erstmal und es kann bisweilen Monate dauern bis sich die Schilddrüse wieder umstellt und wieder genügend eigene Hormone herstellt.



Es gibt also ne Menge Faktoren warum es bei Mensch und Tier zu Unterfunktionen kommen kann.



LG, cici
  • Zum Seitenanfang