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Wohnort: Mülheim an der Ruhr

Beruf: Bürokraft

1

Dienstag, 13. März 2007, 16:49

Aggressiv beim kennenlernen

Hallo alle zusammen!

Ich habe seit einer Woche eine ca. 5 Jahre alte Schäferhündin namens Ronja. Sie ist super lieb, verschmust und anhänglich.

Jetzt zu meinem Problem!! :(

Ronja ist eigentlich eine eher unterwürfige Hündin, aber wenn ich mit ihr spazieren gehe und uns fremde Hunde entgegen kommen, rennt sie zu ihnen hin und rempelt sie an, egal ob Hündin oder Rüde. Wenn der andere Hund nicht darauf reagiert oder sie dann auch anrempelt dann ist gut und ist dann auch freundlich, wenn der andere Hund aber Angst zeigt oder wegläuft dann geht sie auch weiter hinterher und zieht auch die Lefzen hoch. Einige Hundebesitzer reagieren dann ängstlich und ich habe Angst, das Ronja bald den Ruf als böser Hund hat, obwohl sie das gar nicht ist, denn bei Hunden die sie kennt ist sie absolut lieb und verspielt.
Ich weiß nicht wie ich ihr das rempeln abgewöhnen soll?! :(
Ich hoffe einer von euch kann mir helfen!
Würde mich echt freuen =)
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Nero

Junior

Beiträge: 51

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2

Dienstag, 13. März 2007, 17:57

RE: Aggressiv beim kennenlernen

Hallo und willkommen hier.

Das Rempeln wirst du ihr so nicht abgewöhnen können. Ronja macht das, um ihr Gegenüber auszutesten. Da sie selbst "schwach" ist, sucht sie sich damit ein Opfer, wo sie dann mobben kann.
Ich würde an deiner Stelle an ihrem Selbstbewustsein arbeiten: Warum ist sie unterwürfig? Hat sie Angst? Stell ihr Aufgaben, damit sie aus sich heraus gehen kann. Z. Bsp: wenn sie vor bestimmten Dingen Angst hat, schmeiß Leckerlis hin und fordere sie auf, diese zu holen. Was machst du sportlich mit ihr? Ist sie genug ausgelastet? Ein DSH ist ein Arbeitshund und braucht körperliche und geistige Aufgaben. Vielleicht kann man da etwas machen?
Viele Grüße Tina und
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Beiträge: 6

Wohnort: Mülheim an der Ruhr

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3

Dienstag, 13. März 2007, 18:35

Hallo!

Im Moment ist sie noch an der Pfote verletzt ( wurde im Tierheim von einem anderen Hund in die Pfote gebissen und deshalb wurde ihr am Montag der Nagel gezogen) :(
Habe mir aber auch schon überlegt mit ihr in eine Hundeschule zu gehen wo sie auch mehr Kontakt noch zu anderen Hunden hat und ihre Scheu vor ihnen verliert.
Sie kam ins Tierheim durch eine Sicherstellung, ich weiß also nicht was da mal vorgefallen war, das sie so ängstlich ist. Sie hat dort mit einen Schäferhund Rüden zusammen gelebt.
Hättest du vorschläge was man so an Hundesport mit einem Schäferhund machen kann?

Gruß
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smile@me

Junior

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4

Dienstag, 13. März 2007, 19:34

Ich schließe mich Nero an!

Ich hab bei meinem alten Hund gute Erfahrungen mit Clickertraining gemacht.
Und ihm so einige Tricks beigebracht, die im Grunde "sinnlos" in einer Hundeschule sind.
Pfote geben, Rolle machen, Männchen, Lichtschalter aufdrehen etc.
Meiner Meinung nach, hat er da einiges an Selbstbewusstsein dazubekommen.
Außerdem finde ich, dass Dogdancing eine tolle Arbeit ist, um an der Bindung zu arbeiten.

Wie meinst du, was für einen Hundesport?
Ich würd austesten, was Ronja einfach liegt. Manchen liegt Unterordnung (obedience) mehr, als z.B Agility.
Wieder andere haben einen riesen Spaß an Breitensport!
Dogdancing wäre auch noch eine Möglichkeit..

Ich mache mit meiner Jüngeren Rettungshundearbeit!
Viele Hunde sind auch für Fährtenarbeit zu begeistern..

Hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen.. ;)

Mfg
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Nero

Junior

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5

Dienstag, 13. März 2007, 21:10

Da gebe ich smile@me Recht, vor allem mit Dogdanicing!
Schau dir einfach mal das Angebot in euerer Hundeschule an und laß Ronja entscheiden, was sie möchte und was ihr (und auch dir) Spaß macht! Arbeite langsam und vor allen Dingen: Keine Zwangs- Erziehung (Würge- oder Stachelhalsband, Leinenrucke etc.) Ich an deiner Stelle würde ihr ein Geschirr verpassen, weil es erstens besser für die Wirbelsäule ist und zweitens sie was um den Körper gewickelt hat, das gibt ihr das Gefühl von Sicherheit. Linda Tellington arbeitet auch mit der "Wickelmethode" um Hunden Sicherheit zu geben.
Viele Grüße Tina und

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nero« (13. März 2007, 21:11)

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smile@me

Junior

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6

Dienstag, 13. März 2007, 22:53

Vll. hilft es dir auch, wenn du TTouches von L.T.Jones anwendest?
Hast du so etwas schon einmal probiert?

@Nero: danke ;)

Mfg
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7

Mittwoch, 14. März 2007, 10:05

Hallo!
Von der Ttouch Methode habe ich schon mal gehört, werde mich dann mal weiter darüber informieren und auch über das Dogdancing. Ich denke das Ronja das auch spaß machen wird, da sie auch immer danz nah bei mir sein möchte. Ich habe im Internet auch schon mal "Erzeihungshalsbänder" gesehen, wo man mit einer Frenbedienung Wasser raus spritzen lassen kann, was haltet ihr von solchen Halsbändern??

Gruß =)
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Nero

Junior

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8

Mittwoch, 14. März 2007, 10:21

Zitat

Original von Katharina
Ich habe im Internet auch schon mal "Erzeihungshalsbänder" gesehen, wo man mit einer Frenbedienung Wasser raus spritzen lassen kann, was haltet ihr von solchen Halsbändern??

Gruß =)


FINGER WEG!!!!!!
Mit solchen Hilfsmitteln kannst du vieles kaputt machen! Drückst du im falschen Moment, verbindet Ronja vielleicht den Wasserstrahl mit einem Geräusch oder einem vorbeilaufendem Kind und schon hast du eine Fehlverknüpfung, die fatale Auswirkungen haben kann!
Gerade, weil Ronja unsicher ist, kannst du nicht mit diesen Dingen, die, wenn überhaupt, nur in erfahrene Hände gehören, nicht arbeiten. Die Gefahr von falschen Verknüpfungen ist zu groß!
Erziehe sie mit Liebe, Geduld und viel Zeit, dann hast du den besten Erfolg.

Hunde sind Lebewesen und sollten nicht auf Knopfdruck per Fernbedienung funktionieren X(
Viele Grüße Tina und
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9

Mittwoch, 14. März 2007, 10:33

So wirklich überzeugt bin ich auch nicht von den Halsbändern, habe sie nur mal gesehen.
Habe Ronja gestern eine Kordel aus dem Zoogeschäft geholt damit hat sie heute schon viel gespielt und hat auch nicht mehr so sehr an der Leine gezogen (sie war anscheinend k.o.) =)
Ich hoffe, das wenn sie ausgeglichener ist auch dieses doofe Verhalten anderen Hunden gegenüber lässt.
Ich gehe im Moment mit ihr auch häufig mit einer anderen Hündin spazieren, ist so ungefähr ihre Größe ist 3 Jahre alt und die beiden vertragen sich gut, allerdings ist Ronja bei den beiden diejenige die rangniedriger ist, habe schon überlegt das das vielleicht auch nicht förderlich für ihr Selbstbewusstsein ist oder??

Gruß
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Nero

Junior

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10

Mittwoch, 14. März 2007, 10:51

Doch, das ist OK. Wichtig ist, das die Rangordnung klar definiert ist, nur dann fühlen sich Hunde wohl. es schadet ihr auf keinen Fall, wenn sie sich unterordnet. Im Gegenteil: mit einer Führungsposition wäre Ronja überfordert und verunsichert. Mit der passenden Hündin als Stärkung kann sie sich freier bewegen, viel abgucken und mutiger auf die Umwelt zugehen :)
Viele Grüße Tina und
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Beruf: Bürokraft

11

Mittwoch, 14. März 2007, 10:58

Die andere Hündin (Daisy) ist eine sehr selbstbewusste Hündin und auch ziemlich dominant. Daisy ist allerdings eigentlich zu jedem anderen Hund freundlich und wenn Ronja dann anfängt den anderen Hund anzurempeln geht sie auch teilweise dazwischen, meinst du das Ronja es dann dadurch irgendwann sein lässt andere Hunde anzurempeln wenn sie von Daisy einen auf den Deckel bekommt?
Liebe Grüße
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smile@me

Junior

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12

Mittwoch, 14. März 2007, 11:56

Wie reagiert Ronja denn, wenn Daisy dazwischen geht?
Hört sie auf?
Hat sie Daisy auch anfangs angerempelt?

Wie schon gesagt, FINGER WEG von solchen Halsbändern.. hinzu kommt auch noch, dass die Hunde ja nicht blöd sind u. merken WANN das Halsband oben ist und wann nicht.. :rolleyes:
Hundeerziehung besteht aus Geduld, Einfühlsamkeit und Konsequenz.

Ist ROnja sonst auch noch unsicher?
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Beruf: Bürokraft

13

Mittwoch, 14. März 2007, 12:14

Wenn Daisy dazwischen geht hört Ronja sofort auf den anderen Hund anzurempeln. Als Daisy und Ronja sich kennengelernt haben, hat Diasy direkt ihre Stellung klargemacht und Ronja hat sich auch ohne Ärger einfach untergeordnet zwischen den beiden hat es von Anfang an keinen Ärger gegeben.
Menschen gegenüber ist Ronja etwas schüchtern, sie hat nicht direkt Angst, möchte sich aber auch nicht direkt von jedem streicheln lassen.

Sie ist auch ansonsten ein total lieber Hund. Sie kennt die Grundkomandos und hört auch auf Sichtzeichen. :)
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smile@me

Junior

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Beruf: schülerin

14

Mittwoch, 14. März 2007, 12:19

Dann würde ich sie sich das ausmachen lassen und freuen, dass du nicht die ganze Arbeit hast.
Ich habe das bei meinem ängstlichen Rüden gemerkt, wie viel einem ein erfahrener Zweithund hilft ;)
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Nero

Junior

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15

Mittwoch, 14. März 2007, 21:18

Zitat

Original von smile@me
Dann würde ich sie sich das ausmachen lassen und freuen, dass du nicht die ganze Arbeit hast.
Ich habe das bei meinem ängstlichen Rüden gemerkt, wie viel einem ein erfahrener Zweithund hilft ;)


Jepp, richtig.
Wenn Daisy dazwischengeht und splittet, hat sie auch die nötigen Führungsqualitäten um die Dinge zu klären :)
Manchmal ist weniger mehr, zumal wir Menschen oft Falsches im Verhalten der Hunde sehen...
Viele Grüße Tina und
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