Ungefähr 80 Prozent aller im Handel angebotenen Zierfische sind Nachzuchten. Wildfänge stammen in der Regel aus Südamerika, Afrika oder Südostasien. Trotzdem gibt es keine Probleme mit den Artenschutzgesetzen." Die Fische, die unter Artenschutz stehen, sind aquaristisch nicht interessant", sagt Jörg Turk, stellvertretender Geschäftsführer des Zentralverbundes Zoologischer Fachbetriebe. " Oder kennen Sie jemanden, der sich einen weißen Hai hält?"Aquarianer setzen auf kleine Fische- schon weil die Beckengröße begrenzt ist. Viele spezialisieren sich auf ihre Lieblingsart. So hält einer nur farbenprächtige Malawi- und Tangalika- Chichliden (Buntbarsche), andere haben sich in die skurrilen Formen der Welse verliebt.
Denn Fisch ist nicht gleich Fisch. Jede Art hat ihre eigenen Lebensgewohnheiten und Bedürfnisse. Frisch verpflichtet. Deshalb informieren Sie sich immer genau, welche Tiere Sie halten können. So fühlt der Guppy sich nur in der Gruppe wohl, ein neon braucht seinen Schwarm, Fadenfische möchten ein Paar sein und Kampffischmännchen lieber allein unter anderen Fischen. Wichtig ist, dass die Tiere ihrem Sozialverhalten entsprechend Platz haben. Früher hieß es: pro Zentimeter Fisch braucht man einen Liter Wasser. Diese Faustregel hat sich, pardon, ausgeschwommen. Auf den Fisch kommt es an. wenn Zwergbuntbarsche kein eigenes Revier haben können, gehen sie ein.